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Chemikalienschutzhandschuhe

erstellt am: 02.07.2021 | von: Guido Ems | Kategorie(n): Allgemein

Achtung ätzend: Schutzhandschuhe müssen schon vor dem Anmischen von Chemikalien angezogen werden!

Über 95 % der Exposition tritt beim Anmischen von Chemikalien auf. Und trotzdem ziehen viele Beschäftigte die Chemikalienschutzhandschuhe erst nach dem Anmischen an. Dabei schützen die Handschuhe den Träger vor Hautkontakt und gefährlichen Verätzungen oder Hauterkrankungen.

Gehen Sie deshalb in Ihrer nächsten Unterweisung auf diese Problematik ein und geben Sie den Mitarbeitern die folgenden 6 Kriterien an die Hand, damit zukünftig die Haut geschützt bleibt.

Checkliste: Die wichtigsten Regeln zur sicheren Benutzung von Chemikalienschutzhandschuhen

Prüffrage Ja Nein
Wurde vor der Benutzung geprüft, dass die Schutzhandschuhe keine Schäden haben?
Haben die Mitarbeiter vor der Benutzung die Hände gewaschen und gut abgetrocknet?
Ist geprüft, dass bei Handschuhen, die kürzer als 30cm sind, die Ärmel der Schutzkleidung über den Handschuh gezogen werden

und

werden Handschuhen, die länger als 30 cm sind, über dem Ärmel der Schutzkleidung getragen und der Bund umgeschlagen?

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist sichergestellt, dass die Mitarbeiter nach der Arbeit die Hände VOR dem Handschuhausziehen waschen?    
Ist sichergestellt, dass die Mitarbeiter nach dem Ausziehen des Schutzhandschuhs erneut die Hände ausgiebig waschen?    
Ist sichergestellt, dass die Mitarbeiter über die Durchbruchzeit (Permeationszeit) des Handschuhs Bescheid wissen?    

Was versteht man unter Permeation?

Der Chemikalienschutzhandschuh wirkt so lange gegen einen Gefahrstoff, bis der Stoff die Handschuhmembran durchdringt. Dann spricht man von Permeation oder Durchbruchzeit. Machen Sie den Mitarbeitern klar, dass bei Tätigkeiten, die länger als die angegebene Permeation dauern, ein neues Paar Handschuhe notwendig ist und auch gewechselt werden muss.

Die Permeation läuft laut DGUV wie folgt ab:

  1. Adsorption

Die Chemikalie lagert sich auf der Oberfläche an. Dies kann aus der Gasphase geschehen oder bei direktem Kontakt mit der flüssigen bzw. festen Chemikalie.

  1. Absorption

Es kommt zur Aufnahme des Stoffes in das Handschuhmaterial.

  1. Diffusion

Hier beginnt die Durchdringung des Materials auf molekularer Ebene. Als Triebkraft wirkt das Konzentrationsgefälle von der Handschuhaußenseite hin zur -innenseite und

  1. Desorption

Nachdem die Moleküle die Handschuhinnenseite erreicht haben, diffundieren sie wieder von der Oberfläche weg.

 

Näheres zum Thema Gefahrstoffsubstitution finden Sie hier.

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